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	<title>Kommentare fuer Die Bücherregale von Krümel</title>
	<link>http://regal.xn--krmel-lva.com</link>
	<description>Heidi Hof</description>
	<pubDate>Tue, 22 May 2012 07:29:14 +0000</pubDate>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Svevo, Italo - Zenos Gewissen von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2011/02/22/svevo-italo-zenos-gewissen/#comment-869</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2011 09:41:26 +0000</pubDate>
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		<description>Ein Buch von Svevo wird mir nicht mehr ins Haus kommen, ich mag ihn nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Buch von Svevo wird mir nicht mehr ins Haus kommen, ich mag ihn nicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Sijie, Dai - Muo und der Pirol im Käfig von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/11/08/sijie-dai-muo-und-der-pirol-im-kafig/#comment-834</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 18:39:29 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/11/08/sijie-dai-muo-und-der-pirol-im-kafig/#comment-834</guid>
		<description>So ganz glücklich bin ich mit dem Buch nicht. Als reiner Unterhaltungsroman ist er zu politisch, und für einen ernsthaften politischen Roman zu trivial … Irgendwie mag ich so gar nicht weiter lesen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So ganz glücklich bin ich mit dem Buch nicht. Als reiner Unterhaltungsroman ist er zu politisch, und für einen ernsthaften politischen Roman zu trivial … Irgendwie mag ich so gar nicht weiter lesen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Kjetsaa, Geir - Lew Tolstoj von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/12/04/kjetsaa-geir-lew-tolstoj/#comment-832</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 18:49:19 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/12/04/kjetsaa-geir-lew-tolstoj/#comment-832</guid>
		<description>Ich wollte keine analytische Interpretation von Tolstoi lesen:

&gt;&gt;“Seine (Lew Tolstoi) Schwierigkeiten, sich mit einer irdischen Frau zu verbinden, sein Zwiespalt zwischen Sex und Liebe hatten sicher damit zu tun, dass er seine Mutter nicht mehr erlebt hat (sie starb als er zwei Jahre alt war). Dieses heilige Frauenideal wurde zum Gegenstand einer Sehnsucht, bei der jegliches Geschlechtsleben unrein und sündhaft erschien."&lt;&lt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich wollte keine analytische Interpretation von Tolstoi lesen:</p>
<p>>>“Seine (Lew Tolstoi) Schwierigkeiten, sich mit einer irdischen Frau zu verbinden, sein Zwiespalt zwischen Sex und Liebe hatten sicher damit zu tun, dass er seine Mutter nicht mehr erlebt hat (sie starb als er zwei Jahre alt war). Dieses heilige Frauenideal wurde zum Gegenstand einer Sehnsucht, bei der jegliches Geschlechtsleben unrein und sündhaft erschien.&#8221;<<</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Defoe, Daniel - Robinson Crusoe von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/12/02/defoe-daniel-robinson-crusoe/#comment-831</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 18:46:43 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/12/02/defoe-daniel-robinson-crusoe/#comment-831</guid>
		<description>Leider ein Kinderbuch bestellt :roll:</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Leider ein Kinderbuch bestellt <img src='http://regal.xn--krmel-lva.com/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /></p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Nagarkar, Kiran - Gottes kleiner Krieger von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2007/07/12/nagarkar-kiran-gottes-kleiner-krieger/#comment-824</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 11:19:31 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2007/07/12/nagarkar-kiran-gottes-kleiner-krieger/#comment-824</guid>
		<description>Ich hatte überhaupt keine Mühe in dieses Buch hinein zu kommen, denn es liest sich wunderbar leicht, ohne Schnörkel oder gar Fachchinesisch. Klar Nachrichten verfolgen, und Interesse am aktuellen Zeitgeschehen sollte man schon mit sich bringen, doch das versteht sich bei dieser Buchauswahl von selbst.

Der Held, oder sollte ich besser sagen der Antiheld „Zia“, lebt in Indien, Bombay, und wächst als zweit geborener Sohn in einer lasch gläubigen muslimischen Familie auf. Sein älterer Bruder „Amanat“, der arg an Asthma leidet, entzieht dem jüngeren Bruder die elterliche Aufmerksam, und so wird er von seiner Tante erzogen. Diese Tante praktiziert allerdings einen strengeren Islam, sie möchte auch, dass Zia ein gläubiger Muslim wird.

Um sein Zurückversetztsein, und um sich überhaupt zu behaupten, ob bei seinen Eltern oder auch bei Gott, flüchtet sich der Protagonist in seine Religion und fastet oder geißelt sich fast zu Tode. Aber es kommt noch schlimmer, Zia redet sich ein der Auserwählte zu sein was ihn zum Fanatiker macht, und seine Umgebung in Angst und Schrecken versetzt. Er startet einen Kreuzzug-Gottes …

Das Buch ist in drei Teile eingeteilt, wobei der Übergang vom ersten in den zweiten Teil einen doch gewaltigen Riss in der Handlung sowie auch bei den Figuren darstellt. Kann man im ersten Teil das Menschliche und die Gefühle noch stark nachvollziehen, der Autor transportiert ganz klar warum Zia zu diesem Extremist mutiert; verlieren dann die Figuren an Natürlichkeit. Sie werden zum Träger von Glaubensrichtungen. Amanat der Freidenker und Zia der Fundamentalist, ihre Kommunikation ist extrem kontrovers, unterschiedlicher können Brüder nicht sein.

Der letzte Abschnitt mengt sich dann schleichend in die Handlung, denn schon längst hat der Antiheld seinen Glauben gewechselt; er braucht jetzt nur noch einen Tantra-Guru um sein Werk Gottes in die Welt zu katapultieren. Wobei ich einige Parallelen zu Irvings „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ gefunden habe, allerdings als Parodie.

Der Roman liefert ein großes Spektrum an aktuellen Themen, und geht dabei sehr tief in die menschliche Psyche hinein. Er beschäftigt sich mit den großen Problemen der Globalisierung: Glaube, Gott, Verrat und Terror, dennoch ist es mit viel Witz und Ironie geschrieben. Insgesamt eine gute Mischung aus Fingerzeig und Leichtigkeit.

Ich denke, dieses Werk ist ein gutes Weihnachtsgeschenk, auf jedem Fall eine Empfehlung!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte überhaupt keine Mühe in dieses Buch hinein zu kommen, denn es liest sich wunderbar leicht, ohne Schnörkel oder gar Fachchinesisch. Klar Nachrichten verfolgen, und Interesse am aktuellen Zeitgeschehen sollte man schon mit sich bringen, doch das versteht sich bei dieser Buchauswahl von selbst.</p>
<p>Der Held, oder sollte ich besser sagen der Antiheld „Zia“, lebt in Indien, Bombay, und wächst als zweit geborener Sohn in einer lasch gläubigen muslimischen Familie auf. Sein älterer Bruder „Amanat“, der arg an Asthma leidet, entzieht dem jüngeren Bruder die elterliche Aufmerksam, und so wird er von seiner Tante erzogen. Diese Tante praktiziert allerdings einen strengeren Islam, sie möchte auch, dass Zia ein gläubiger Muslim wird.</p>
<p>Um sein Zurückversetztsein, und um sich überhaupt zu behaupten, ob bei seinen Eltern oder auch bei Gott, flüchtet sich der Protagonist in seine Religion und fastet oder geißelt sich fast zu Tode. Aber es kommt noch schlimmer, Zia redet sich ein der Auserwählte zu sein was ihn zum Fanatiker macht, und seine Umgebung in Angst und Schrecken versetzt. Er startet einen Kreuzzug-Gottes …</p>
<p>Das Buch ist in drei Teile eingeteilt, wobei der Übergang vom ersten in den zweiten Teil einen doch gewaltigen Riss in der Handlung sowie auch bei den Figuren darstellt. Kann man im ersten Teil das Menschliche und die Gefühle noch stark nachvollziehen, der Autor transportiert ganz klar warum Zia zu diesem Extremist mutiert; verlieren dann die Figuren an Natürlichkeit. Sie werden zum Träger von Glaubensrichtungen. Amanat der Freidenker und Zia der Fundamentalist, ihre Kommunikation ist extrem kontrovers, unterschiedlicher können Brüder nicht sein.</p>
<p>Der letzte Abschnitt mengt sich dann schleichend in die Handlung, denn schon längst hat der Antiheld seinen Glauben gewechselt; er braucht jetzt nur noch einen Tantra-Guru um sein Werk Gottes in die Welt zu katapultieren. Wobei ich einige Parallelen zu Irvings „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ gefunden habe, allerdings als Parodie.</p>
<p>Der Roman liefert ein großes Spektrum an aktuellen Themen, und geht dabei sehr tief in die menschliche Psyche hinein. Er beschäftigt sich mit den großen Problemen der Globalisierung: Glaube, Gott, Verrat und Terror, dennoch ist es mit viel Witz und Ironie geschrieben. Insgesamt eine gute Mischung aus Fingerzeig und Leichtigkeit.</p>
<p>Ich denke, dieses Werk ist ein gutes Weihnachtsgeschenk, auf jedem Fall eine Empfehlung!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Balzac, Honoré de - Verlorene Illusionen von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2009/11/04/balzac-honore-de-verlorene-illusionen/#comment-823</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 11:04:50 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2009/11/04/balzac-honore-de-verlorene-illusionen/#comment-823</guid>
		<description>Ein wunderbarer Schmöker!

David, der Sohn eines Druckers, hat ein schweres Los. Sein Vater ließ ihn zwar eine gute Schule besuchen, aber auf seine Bildung ist er fast bösartig eifersüchtig. Er entwickelt sich zum großen Geizhals und verkauft seinem Sohn die Druckerei zu einem überhöhten Preis, die er per Raten abstottern soll. Davids Startsituation ins Leben ist damit alles andere als günstig, nein er ist dadurch finanziell ruiniert.

Im Leben lernt man dann oft seinesgleichen kennen. Das Geschwister-Pärchen Chardon, der Vater ein kluger Apotheker lernt eine Adelige kennen und lieben, die durch diese Heirat ihren Titel und Anspruch auf Namensweiterführung „de Rubempré“ entzogen bekommt. Nach dem Tod des Vaters knapsen diese Drei am Hungerstuch. Lucien wird für David ein Bruder und in Ève verliebt er sich gleich.

Lucien liebt das süße Leben. Die Königin der Provinz soll die Seine werden. Und sie hat diesen Schönling auch direkt an der Angel. Nach einem Zwischenfall in Angoulême machen sich die Liebenden auf den Weg nach Paris. David und Ève geben Lucien ihr letztes Geld, damit er seinen Traum in der Hauptstadt verwirklichen kann. Denn er will ein berühmter Dichter werden …

Im Grunde genommen handelt das ganze Buch nur von einem Thema: Geld! Geld und wie es auf die Menschen wirkt. Und trotzdem die Weichen sehr früh für die handelnden Figuren gestellt sind, wird der Roman nie langweilig oder gar platt. Immer wieder kommt der Autor mit neuen und interessanten Spielvarianten an, beispielsweise die Eitelkeit und die Tugend, und wie sich diese Beiden nicht gerade festlich vereinen, und andere Blickwinkel, wodurch sich ein unaussprechlicher Sog entwickelt, so dass man das Buch kaum aus den Händen legen möchte.

„Die Großen begehen beinahe ebenso viele Feigheiten wie die Armen; aber sie begehen sie im Schatten und rücken ihre Tugend in den Vordergrund: sie bleiben groß. Die Kleinen entfalten ihre Tugenden im Schatten und breiten ihr Elend offen aus: sie werden verachtet.“

Balzac zeigt im zweiten Teil das damalige gesellschaftliche Leben in Paris, die Politik, den Adel sowie das Zeitungs-. und Verlagswesen, und außer dass es früher bunter und sich prächtigter lebte, spiegelt mir der Autor eine Zeit, die sich mit der heutigen messen kann. Auch heute bestimmen die „Spieler“ wer oder was „in“ oder „out“ ist. Geld regiert die Welt.

Ich möchte auch heute nicht wissen wie viele wirkliche Talente von Nachwuchsautoren in irgendwelchen Schubladen verstauben, weil ein Verlag das Risiko scheut und lieber dem „Mainstream“ folgt, weil ein solches Werk auf jedem Fall eine gute Presse bekommt. Umgekehrt erlebt man es desöfteren, welch 0-8-15 Werk in den Himmel gelobt wird.

„Es gibt keine Gesetze mehr, es gibt nur noch Gesellschaftssitten, das heißt Künstlichkeit und Schein.“

Die wunderbare Sprache, die dieses Buch trägt (Kompliment an die Übersetzung), macht es zu einem rundherum perfekten Schmöker. Es besitzt keine Längen, trotz der 850 Seiten, die Handlung ist spannend, aber dennoch klug und weise. Für mich ein Highlight in diesem Jahr!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wunderbarer Schmöker!</p>
<p>David, der Sohn eines Druckers, hat ein schweres Los. Sein Vater ließ ihn zwar eine gute Schule besuchen, aber auf seine Bildung ist er fast bösartig eifersüchtig. Er entwickelt sich zum großen Geizhals und verkauft seinem Sohn die Druckerei zu einem überhöhten Preis, die er per Raten abstottern soll. Davids Startsituation ins Leben ist damit alles andere als günstig, nein er ist dadurch finanziell ruiniert.</p>
<p>Im Leben lernt man dann oft seinesgleichen kennen. Das Geschwister-Pärchen Chardon, der Vater ein kluger Apotheker lernt eine Adelige kennen und lieben, die durch diese Heirat ihren Titel und Anspruch auf Namensweiterführung „de Rubempré“ entzogen bekommt. Nach dem Tod des Vaters knapsen diese Drei am Hungerstuch. Lucien wird für David ein Bruder und in Ève verliebt er sich gleich.</p>
<p>Lucien liebt das süße Leben. Die Königin der Provinz soll die Seine werden. Und sie hat diesen Schönling auch direkt an der Angel. Nach einem Zwischenfall in Angoulême machen sich die Liebenden auf den Weg nach Paris. David und Ève geben Lucien ihr letztes Geld, damit er seinen Traum in der Hauptstadt verwirklichen kann. Denn er will ein berühmter Dichter werden …</p>
<p>Im Grunde genommen handelt das ganze Buch nur von einem Thema: Geld! Geld und wie es auf die Menschen wirkt. Und trotzdem die Weichen sehr früh für die handelnden Figuren gestellt sind, wird der Roman nie langweilig oder gar platt. Immer wieder kommt der Autor mit neuen und interessanten Spielvarianten an, beispielsweise die Eitelkeit und die Tugend, und wie sich diese Beiden nicht gerade festlich vereinen, und andere Blickwinkel, wodurch sich ein unaussprechlicher Sog entwickelt, so dass man das Buch kaum aus den Händen legen möchte.</p>
<p>„Die Großen begehen beinahe ebenso viele Feigheiten wie die Armen; aber sie begehen sie im Schatten und rücken ihre Tugend in den Vordergrund: sie bleiben groß. Die Kleinen entfalten ihre Tugenden im Schatten und breiten ihr Elend offen aus: sie werden verachtet.“</p>
<p>Balzac zeigt im zweiten Teil das damalige gesellschaftliche Leben in Paris, die Politik, den Adel sowie das Zeitungs-. und Verlagswesen, und außer dass es früher bunter und sich prächtigter lebte, spiegelt mir der Autor eine Zeit, die sich mit der heutigen messen kann. Auch heute bestimmen die „Spieler“ wer oder was „in“ oder „out“ ist. Geld regiert die Welt.</p>
<p>Ich möchte auch heute nicht wissen wie viele wirkliche Talente von Nachwuchsautoren in irgendwelchen Schubladen verstauben, weil ein Verlag das Risiko scheut und lieber dem „Mainstream“ folgt, weil ein solches Werk auf jedem Fall eine gute Presse bekommt. Umgekehrt erlebt man es desöfteren, welch 0-8-15 Werk in den Himmel gelobt wird.</p>
<p>„Es gibt keine Gesetze mehr, es gibt nur noch Gesellschaftssitten, das heißt Künstlichkeit und Schein.“</p>
<p>Die wunderbare Sprache, die dieses Buch trägt (Kompliment an die Übersetzung), macht es zu einem rundherum perfekten Schmöker. Es besitzt keine Längen, trotz der 850 Seiten, die Handlung ist spannend, aber dennoch klug und weise. Für mich ein Highlight in diesem Jahr!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Svevo, Italo - Senilitá von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2007/07/13/svevo-italo-senilita/#comment-822</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 11:04:13 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2007/07/13/svevo-italo-senilita/#comment-822</guid>
		<description>Es ist keine Lektüre, die man aufgrund der Handlung her gerne liest, dafür ist sie zu handlungsarm und eher eine minimalistische Studie der Zeit, eine leise Gesellschaftskritik auf Umwegen …

Italo Svevo hatte zu Lebzeiten (1861 – 1928) keinen großen Erfolg, seine Romane hat er größtenteils selber veröffentlicht. Erst durch den Roman „Zeno Cosini“ in der Neuübersetzung „Zenos Gewissen“ im Jahr 2000 brachte ihm Beachtung.

„Senilità“ handelt von einem Mann, der sich mit seiner Schwester den Haushalt des verstorbenen Vaters teilt. Beide sind schon etwas in die „Jahre“ gekommen, Amalia hat die 4 schon vorne und Emilio Brentani ist 35, und unverheiratet natürlich. Und so lernt Emilio Angiolina, den zauberhaften Engel, kennen und verliebt sich Hals über Kopf in dieses Geschöpf. Eine fatale Verführung, denn Angiolina ist alles andere als ein Engeln, und das stellt Emilio auch schnell fest. Daraufhin erfolgt ein Kampf: Auf der einen Seite kann er sich dieser Leidenschaft zu Angiolina und den überwältigenden Gefühlen nicht entziehen. Auf der anderen Seite sind da seine anerzogenen gesellschaftlichen Moralvorstellungen, die ihm diese Lebensweise (Frau) verbieten. Er trennt sich zwar vorübergehend von seiner Angebeteten, leidet wie ein Hund, und vernachlässigt seine Schwester, seinen Freund, doch letztendlich landet er wieder im Schoss der Geliebten …

Die Titel suggeriert, dass es sich hier um einen greisenhaften Helden handle, ich konnte das so nicht herauslesen, denn Emilio verkörpert keinen alten Mann in herkömmlicher Weise, er ist auch nicht vergesslich, zitternd, zänkisch oder gar senil, und auch sein Alter von 35 weist nicht darauf hin. Martin Mosebach beschreibt es damit sehr gut: „Vielmehr habe er (Autor) das müde zwischen Nihilismus und Bequemlichkeit verzauberte Triest beschrieben …“ Eine Gesellschaft die noch zu sehr in alten Traditionen verhaftete als sich dem Neuen zu öffnen. Und so bleibt dann auch die Leidenschaft auf der Strecke. Der ursprüngliche Titel „Ein Lebensuntauglicher“ hätte mir persönlich besser gefallen.

&gt;&gt;Erlebt aber hatte er damals nicht die wörtliche „Greisenhaftigkeit“, sondern das, was alle seine Antihelden verbindet und am gültigsten von Emilio Brentani verkörpert wird: die Qual nicht dem physischen Alter zuzuschreibender Handlungsschwäche, sondern einem Mangel an jugendlich zukunftsorientierter Neugier auf ein entschieden selbstbestimmtes Leben.&lt;&lt; (Nachwort von Ute Stempel)

Dieses Werk ist literarisch wertvoll, Mosebach nennt es „epischen Minimalismus“ was ich sehr gut nachvollziehen kann. Rein zum Schmökern ist dieses Buch nicht zu empfehlen, mein erster Versuch scheiterte aus diesem Grund.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist keine Lektüre, die man aufgrund der Handlung her gerne liest, dafür ist sie zu handlungsarm und eher eine minimalistische Studie der Zeit, eine leise Gesellschaftskritik auf Umwegen …</p>
<p>Italo Svevo hatte zu Lebzeiten (1861 – 1928) keinen großen Erfolg, seine Romane hat er größtenteils selber veröffentlicht. Erst durch den Roman „Zeno Cosini“ in der Neuübersetzung „Zenos Gewissen“ im Jahr 2000 brachte ihm Beachtung.</p>
<p>„Senilità“ handelt von einem Mann, der sich mit seiner Schwester den Haushalt des verstorbenen Vaters teilt. Beide sind schon etwas in die „Jahre“ gekommen, Amalia hat die 4 schon vorne und Emilio Brentani ist 35, und unverheiratet natürlich. Und so lernt Emilio Angiolina, den zauberhaften Engel, kennen und verliebt sich Hals über Kopf in dieses Geschöpf. Eine fatale Verführung, denn Angiolina ist alles andere als ein Engeln, und das stellt Emilio auch schnell fest. Daraufhin erfolgt ein Kampf: Auf der einen Seite kann er sich dieser Leidenschaft zu Angiolina und den überwältigenden Gefühlen nicht entziehen. Auf der anderen Seite sind da seine anerzogenen gesellschaftlichen Moralvorstellungen, die ihm diese Lebensweise (Frau) verbieten. Er trennt sich zwar vorübergehend von seiner Angebeteten, leidet wie ein Hund, und vernachlässigt seine Schwester, seinen Freund, doch letztendlich landet er wieder im Schoss der Geliebten …</p>
<p>Die Titel suggeriert, dass es sich hier um einen greisenhaften Helden handle, ich konnte das so nicht herauslesen, denn Emilio verkörpert keinen alten Mann in herkömmlicher Weise, er ist auch nicht vergesslich, zitternd, zänkisch oder gar senil, und auch sein Alter von 35 weist nicht darauf hin. Martin Mosebach beschreibt es damit sehr gut: „Vielmehr habe er (Autor) das müde zwischen Nihilismus und Bequemlichkeit verzauberte Triest beschrieben …“ Eine Gesellschaft die noch zu sehr in alten Traditionen verhaftete als sich dem Neuen zu öffnen. Und so bleibt dann auch die Leidenschaft auf der Strecke. Der ursprüngliche Titel „Ein Lebensuntauglicher“ hätte mir persönlich besser gefallen.</p>
<p>>>Erlebt aber hatte er damals nicht die wörtliche „Greisenhaftigkeit“, sondern das, was alle seine Antihelden verbindet und am gültigsten von Emilio Brentani verkörpert wird: die Qual nicht dem physischen Alter zuzuschreibender Handlungsschwäche, sondern einem Mangel an jugendlich zukunftsorientierter Neugier auf ein entschieden selbstbestimmtes Leben.<< (Nachwort von Ute Stempel)</p>
<p>Dieses Werk ist literarisch wertvoll, Mosebach nennt es „epischen Minimalismus“ was ich sehr gut nachvollziehen kann. Rein zum Schmökern ist dieses Buch nicht zu empfehlen, mein erster Versuch scheiterte aus diesem Grund.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Lenz, Siegfried - Die Klangprobe von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/01/04/lenz-siegfried-die-klangprobe/#comment-821</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 11:02:51 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/01/04/lenz-siegfried-die-klangprobe/#comment-821</guid>
		<description>Ungewöhnlich für diesen Autor!

Dieser Roman hat mein bisheriges Bild vom Autor umgeworfen. Hatte ich doch immer den Eindruck, dass Lenz in seinen Werken eine gewisse Thematik, einen roten Faden verfolgt, sei es nun in der Art „Pflichterfüllung“ oder halt die „Auflehnung“, begegnete mir hier eine lose Schilderung ohne festes Gerüst.

Jan ist Detektiv in einem Supermarkt. Aber so richtig bei der Sache, sprich dass er zu seinem Job und seiner Arbeit steht, ist er nicht. Denn er lässt jeden dritten Dieb laufen. So auch an dem Tag des Romanbeginns: Lone, eine gutaussehende junge Frau, betrachtet völlig gedankenlos viele Produkte, stellt sie allerdings alle wieder ins Regal, bis auf ein Brot und ein Glas Honig, diese Dinge lässt sie unter ihrem Mantel verschwinden und verlässt ein Einkaufsmarkt. Jan verfolgt Lone zwar, auch außerhalb des Marktes, aber aus anderen Gründen …

Daheim bei Jan; die Familie lebt in einer alten Schule mit riesigen, ehemaligen Klassenräumen, Zimmern und einem großen Innenhof; herrscht eine nüchterne bis trockene Atmosphäre. Sein Vater ist Bildhauer, er fertigt Grabmäler, dem Leser erscheint er wortkarg und stoffelig. Seine Mutter ist auch reichlich seltsam, man erfährt, dass sie gegen ihre Familie zum „Alten“, ihrem Mann gezogen ist und ihn geheiratet hat.

Lone zieht mit ihrem Ziehsohn Fritz in zwei der Klassenräume ein, die einst der verstorbene Reymund bewohnte …

Fritz ist sehr interessiert an Steinen, Marmor, am Handwerk des Steinmetzes und an der Kunst Figuren lebendig werden zu lassen … Und an der Klangprobe!

Ganz bewusst habe ich den Inhalt des Romans so zerstückelt beschrieben, weil Lenz dies ebenso macht. Hier ein Klecks, und dort ein Stückchen, ein grandioser Schluss, aber dennoch kein Ende.
Im Grunde, wenn man es genau nimmt, ist gar nichts erzählt oder fertig erzählt, nur in der Reflektion wird viel gedacht, vermittelt, aber keine Figur erhält letztendlich eine Geschichte. Auch kein Stein seine wahre Bestimmung …

Der Klappentext nennt es: „Vergänglichkeit – das heißt: nichts setzt sich fort, wie es war, und nichts bleibt wie es ist.“ Jeder nimmt etwas anderes mit, und dennoch hat mich diese Erzählung leicht und fließend getragen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ungewöhnlich für diesen Autor!</p>
<p>Dieser Roman hat mein bisheriges Bild vom Autor umgeworfen. Hatte ich doch immer den Eindruck, dass Lenz in seinen Werken eine gewisse Thematik, einen roten Faden verfolgt, sei es nun in der Art „Pflichterfüllung“ oder halt die „Auflehnung“, begegnete mir hier eine lose Schilderung ohne festes Gerüst.</p>
<p>Jan ist Detektiv in einem Supermarkt. Aber so richtig bei der Sache, sprich dass er zu seinem Job und seiner Arbeit steht, ist er nicht. Denn er lässt jeden dritten Dieb laufen. So auch an dem Tag des Romanbeginns: Lone, eine gutaussehende junge Frau, betrachtet völlig gedankenlos viele Produkte, stellt sie allerdings alle wieder ins Regal, bis auf ein Brot und ein Glas Honig, diese Dinge lässt sie unter ihrem Mantel verschwinden und verlässt ein Einkaufsmarkt. Jan verfolgt Lone zwar, auch außerhalb des Marktes, aber aus anderen Gründen …</p>
<p>Daheim bei Jan; die Familie lebt in einer alten Schule mit riesigen, ehemaligen Klassenräumen, Zimmern und einem großen Innenhof; herrscht eine nüchterne bis trockene Atmosphäre. Sein Vater ist Bildhauer, er fertigt Grabmäler, dem Leser erscheint er wortkarg und stoffelig. Seine Mutter ist auch reichlich seltsam, man erfährt, dass sie gegen ihre Familie zum „Alten“, ihrem Mann gezogen ist und ihn geheiratet hat.</p>
<p>Lone zieht mit ihrem Ziehsohn Fritz in zwei der Klassenräume ein, die einst der verstorbene Reymund bewohnte …</p>
<p>Fritz ist sehr interessiert an Steinen, Marmor, am Handwerk des Steinmetzes und an der Kunst Figuren lebendig werden zu lassen … Und an der Klangprobe!</p>
<p>Ganz bewusst habe ich den Inhalt des Romans so zerstückelt beschrieben, weil Lenz dies ebenso macht. Hier ein Klecks, und dort ein Stückchen, ein grandioser Schluss, aber dennoch kein Ende.<br />
Im Grunde, wenn man es genau nimmt, ist gar nichts erzählt oder fertig erzählt, nur in der Reflektion wird viel gedacht, vermittelt, aber keine Figur erhält letztendlich eine Geschichte. Auch kein Stein seine wahre Bestimmung …</p>
<p>Der Klappentext nennt es: „Vergänglichkeit – das heißt: nichts setzt sich fort, wie es war, und nichts bleibt wie es ist.“ Jeder nimmt etwas anderes mit, und dennoch hat mich diese Erzählung leicht und fließend getragen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Kappacher, Walter - Selina von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/08/18/kappacher-walter-selina/#comment-820</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 11:02:17 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/08/18/kappacher-walter-selina/#comment-820</guid>
		<description>Konfrontation mit der Vergänglichkeit!

Stefan, mittleren Alters, Lehrer, unverheiratet, lernt bei einer Durchreise durch Italien Heinrich kennen, der ihn ein verlockendes Angebot macht, welches er nicht abschlägt: Ein altes, fast verfallendes Anwesen „Mora“ in der Toskana wieder bewohnbar zu machen, und dort die Ferien zu verbringen. Er schaut sich das Bauernhaus an und nimmt gleich darauf im nächsten Jahr ein Freijahr vom Schuldienst.

Das Leben in den Bergen der Toskana ist allgegenwärtig. Stefan bekommt keine Zeit zum Lesen, auch ein geplantes Manuskript und Filmprojekt bleiben ständig liegen. Nur im Hier und Jetzt, zwischen Fugen ausspachteln, Dachziegel erneuern, Brombeergestrüpp entfernen, Olivenbäume beschneiden, Trinkwasserversorgung legen, Wege begehbar machen, lebt Stefan auf Mora.

Die Erzählebene ist sehr distanziert, auch die ganzen Figuren im Roman sind wie aus weiter Ferne, irgendwie fließend auf Abstand gehalten. Zu Vertraulichkeiten kommt es nicht. Denn der Autor drängt nicht nur seine Geschichte zur Langsamkeit und Ruhe, sie ist auch eine meditative Leseübung. Das hat mir sehr gut gefallen!

Walter Kappacher, geboren 1938 in Salzburg, verließ mit 15 Jahren die Schule und war in verschiedenen Berufen tätig, 1964 Beginn der literarischen Tätigkeit, seit 1967 Veröffentlichungen, seit 1978 freiberuflicher Schriftsteller. Lebt zurückgezogen in Obertrum bei Salzburg. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, Hermann-Lenz-Preis 2004 und Georg-Büchner-Preis 200</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Konfrontation mit der Vergänglichkeit!</p>
<p>Stefan, mittleren Alters, Lehrer, unverheiratet, lernt bei einer Durchreise durch Italien Heinrich kennen, der ihn ein verlockendes Angebot macht, welches er nicht abschlägt: Ein altes, fast verfallendes Anwesen „Mora“ in der Toskana wieder bewohnbar zu machen, und dort die Ferien zu verbringen. Er schaut sich das Bauernhaus an und nimmt gleich darauf im nächsten Jahr ein Freijahr vom Schuldienst.</p>
<p>Das Leben in den Bergen der Toskana ist allgegenwärtig. Stefan bekommt keine Zeit zum Lesen, auch ein geplantes Manuskript und Filmprojekt bleiben ständig liegen. Nur im Hier und Jetzt, zwischen Fugen ausspachteln, Dachziegel erneuern, Brombeergestrüpp entfernen, Olivenbäume beschneiden, Trinkwasserversorgung legen, Wege begehbar machen, lebt Stefan auf Mora.</p>
<p>Die Erzählebene ist sehr distanziert, auch die ganzen Figuren im Roman sind wie aus weiter Ferne, irgendwie fließend auf Abstand gehalten. Zu Vertraulichkeiten kommt es nicht. Denn der Autor drängt nicht nur seine Geschichte zur Langsamkeit und Ruhe, sie ist auch eine meditative Leseübung. Das hat mir sehr gut gefallen!</p>
<p>Walter Kappacher, geboren 1938 in Salzburg, verließ mit 15 Jahren die Schule und war in verschiedenen Berufen tätig, 1964 Beginn der literarischen Tätigkeit, seit 1967 Veröffentlichungen, seit 1978 freiberuflicher Schriftsteller. Lebt zurückgezogen in Obertrum bei Salzburg. Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, Hermann-Lenz-Preis 2004 und Georg-Büchner-Preis 200</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Lappert, Rolf - Nach Hause schwimmen von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/09/09/lappert-rolf-nach-hause-schwimmen/#comment-819</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 11:01:54 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/09/09/lappert-rolf-nach-hause-schwimmen/#comment-819</guid>
		<description>Erinnerte doch sehr an John Irving!

Und vor allem der Beginn ähnelt schon sehr an „Gottes Werk und Teufels Beitrag“, die Namensgebung, der Hospitalismus, aber vor allem der Stil, und der behält sich auch durchweg bei. Denn Lappert erzählt in der Übertreibung, das ist das was man dem Buch übel nachsagen kann: So viel ereignet sich nicht in einem einzigen Leben, und dennoch eine unterhaltsame Leseempfehlung von mir.

Warum?

Weil es für mich einen roten Faden im Buch gibt: Halte durch! Und zum Schluss wird auch klar vermittelt, dass man schon sein Leben selber in die Hand nehmen muss, ansonsten ist man ein „Schicksalloser“ ;-)

&gt;&gt;Wilburs Mutter stirbt bei der Geburt, sein schwedischer Vater verschwindet, seine Großmutter, bei der er endlich so etwas wie Heimat erlebt, stirbt bei einen Autounfall, und Wilbur entscheidet, er ist und bleibt ein verlierer.&lt;&lt;

Rolf Lappert, geboren 1958 in Zürich, absolvierte eine Ausbildung zum Grafiker, bevor er sich entschloss, Schriftsteller zu werden. Sein dritter Roman, “Nach Hause schwimmen”, wurde 2008 mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. Rolf Lappert lebt als Autor in Listowel, County Kerry, Irland.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Erinnerte doch sehr an John Irving!</p>
<p>Und vor allem der Beginn ähnelt schon sehr an „Gottes Werk und Teufels Beitrag“, die Namensgebung, der Hospitalismus, aber vor allem der Stil, und der behält sich auch durchweg bei. Denn Lappert erzählt in der Übertreibung, das ist das was man dem Buch übel nachsagen kann: So viel ereignet sich nicht in einem einzigen Leben, und dennoch eine unterhaltsame Leseempfehlung von mir.</p>
<p>Warum?</p>
<p>Weil es für mich einen roten Faden im Buch gibt: Halte durch! Und zum Schluss wird auch klar vermittelt, dass man schon sein Leben selber in die Hand nehmen muss, ansonsten ist man ein „Schicksalloser“ <img src='http://regal.xn--krmel-lva.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>>>Wilburs Mutter stirbt bei der Geburt, sein schwedischer Vater verschwindet, seine Großmutter, bei der er endlich so etwas wie Heimat erlebt, stirbt bei einen Autounfall, und Wilbur entscheidet, er ist und bleibt ein verlierer.<<</p>
<p>Rolf Lappert, geboren 1958 in Zürich, absolvierte eine Ausbildung zum Grafiker, bevor er sich entschloss, Schriftsteller zu werden. Sein dritter Roman, “Nach Hause schwimmen”, wurde 2008 mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. Rolf Lappert lebt als Autor in Listowel, County Kerry, Irland.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Nievo, Ippolito - Ein Engel an Güte von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/09/23/nievo-ippolito-ein-engel-an-gute/#comment-818</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 11:01:33 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/09/23/nievo-ippolito-ein-engel-an-gute/#comment-818</guid>
		<description>Ein großartiger Roman!

&gt;&gt;Durch das Fehlen eben dieses Elements der Seelenstärke war die venezianische Güte zur bloßen Gutmütigkeit verkommen, und darauf führte er bei sich die moralische Verwirrung zurück, die er im Stillen beklagte. Und auf diesem Weg gelangte er zur Notwendigkeit der Sittlichkeit; verstandesmäßig begriff er wenig davon, vielleicht, weil er in der allgemeinen Verkommenheit die Orientierung verloren hatte, auch wenn er selbst sich vollkommen rein erhielt.&lt;&lt;

Das Buch beginnt mit einer Szene im Kloster der Seraphinerinnen, welches rein fiktiv ist, aber nicht unreal, denn es spiegelt den Zeitgeist Venedigs im 18. Jahrhundert. Morosina, unser Engel an Güte, hat viele Jahre in diesem frivolen Kloster zugebracht und steht kurz vor ihrer Entlassung ins elterliche Heim.
Unterdessen wird der Leser vom Erzähler unterrichtet wie das gesellschaftliche Leben in Venedig kurz vor dem Untergang dieser Republik aussah: Dekadenz hatte sich eingeschlichen, verarmte Adelsfamilien verkauften ihre Stimmen dem Dogen-Rat, Intrigen und Machenschaften wo man nur hinsah.

Einen Monat später dann wird Morosina aus dem Kloster entlassen. Doch nicht ihr Vater, oder ihr alter Freund Chirichillo, holen die junge Dame an der Forte ab, sondern ein Diener des Inquisitors Formiani. Denn dieser Staatsmann hat großes mit seinem Patenkind vor. Er ist schon jenseits der siebzig, leider jedoch ohne Erben. Morosina soll für Nachwuchs sorgen, ihm einen Nachfolger gebären, allerdings verbirgt sich hinter diesem Gedanken noch eine irrige Intrige, die einen schwachen Charakter voraussetzt. Doch am Ende triumphiert eine Figur womit keiner gerechnet hätte.

Dieses dicke Ende hinterlässt einen eher faden Nachgeschmack, zu dem sonst so großartigen Roman. Dennoch macht er Lust auf den Zweiteiler „Bekenntnisse eines Italieners“, der uns die venezianische Gesellschaft noch deutlicher vor Augen führen soll.

Ein ganz großes Lob muss ich hier dem Verlag aussprechen, denn diese Übersetzung liest sich hervorragend, die Anmerkungen erläutern die Zeit und das Nachwort rundet den Lesegenuss vollkommen ab. Gute Arbeit!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein großartiger Roman!</p>
<p>>>Durch das Fehlen eben dieses Elements der Seelenstärke war die venezianische Güte zur bloßen Gutmütigkeit verkommen, und darauf führte er bei sich die moralische Verwirrung zurück, die er im Stillen beklagte. Und auf diesem Weg gelangte er zur Notwendigkeit der Sittlichkeit; verstandesmäßig begriff er wenig davon, vielleicht, weil er in der allgemeinen Verkommenheit die Orientierung verloren hatte, auch wenn er selbst sich vollkommen rein erhielt.<<</p>
<p>Das Buch beginnt mit einer Szene im Kloster der Seraphinerinnen, welches rein fiktiv ist, aber nicht unreal, denn es spiegelt den Zeitgeist Venedigs im 18. Jahrhundert. Morosina, unser Engel an Güte, hat viele Jahre in diesem frivolen Kloster zugebracht und steht kurz vor ihrer Entlassung ins elterliche Heim.<br />
Unterdessen wird der Leser vom Erzähler unterrichtet wie das gesellschaftliche Leben in Venedig kurz vor dem Untergang dieser Republik aussah: Dekadenz hatte sich eingeschlichen, verarmte Adelsfamilien verkauften ihre Stimmen dem Dogen-Rat, Intrigen und Machenschaften wo man nur hinsah.</p>
<p>Einen Monat später dann wird Morosina aus dem Kloster entlassen. Doch nicht ihr Vater, oder ihr alter Freund Chirichillo, holen die junge Dame an der Forte ab, sondern ein Diener des Inquisitors Formiani. Denn dieser Staatsmann hat großes mit seinem Patenkind vor. Er ist schon jenseits der siebzig, leider jedoch ohne Erben. Morosina soll für Nachwuchs sorgen, ihm einen Nachfolger gebären, allerdings verbirgt sich hinter diesem Gedanken noch eine irrige Intrige, die einen schwachen Charakter voraussetzt. Doch am Ende triumphiert eine Figur womit keiner gerechnet hätte.</p>
<p>Dieses dicke Ende hinterlässt einen eher faden Nachgeschmack, zu dem sonst so großartigen Roman. Dennoch macht er Lust auf den Zweiteiler „Bekenntnisse eines Italieners“, der uns die venezianische Gesellschaft noch deutlicher vor Augen führen soll.</p>
<p>Ein ganz großes Lob muss ich hier dem Verlag aussprechen, denn diese Übersetzung liest sich hervorragend, die Anmerkungen erläutern die Zeit und das Nachwort rundet den Lesegenuss vollkommen ab. Gute Arbeit!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Vargas Llosa, Mario - Tante Julia und der Kunstschreiber von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/10/18/vargas-llosa-mario-tante-julia-und-der-kunstschreiber/#comment-817</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 11:01:08 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/10/18/vargas-llosa-mario-tante-julia-und-der-kunstschreiber/#comment-817</guid>
		<description>Ein buntes Treiben!

Eine 32- jährige, attraktive und geschiedene Frau aus Bolivien stürzt sich in die feine Gesellschaft von Lima, zu ihrer Familie, um sich neu zu verheiraten, und ausgerechnet ihrem Neffen verdreht diese Schöne die Augen. Der 18 jährige Student verliebt sich leidenschaftlich und naiv in seine Tante Julia. Er möchte gerne Schriftsteller werden, doch um der Anerkennung der Familie willen studiert er Jura und nebenbei arbeitet er in einem Radiosender.

Im Sender genießt der soeben neue Hörspielautor großen Erfolg, er schreibt reißerische Geschichten, die eine große Hörerschaft fasziniert und die Einschaltquoten unübertreffbar ansteigen lässt.

Zwei Ebenen, zwei Varianten, die dem Leser zeigen wie man Geschichten transportieren kann. Dabei ist die eine Ebene voller Pathos, Gefühle und mit einem großen Hang zum Kitsch, die aber aufgrund der autobiographischen Bezüge und der gesellschaftlicher Auseinandersetzung immer doch am Leben orientiert ist. Während die andere Ebene sensationsgeil, übertrieben, boulevardmäßig aufgemotzt ist. Aber immer wieder findet man dort tiefe Spitzen, die in der Wucht auch mittels Verdrängung, schnell untergehen können. Beide Ebenen streben auf ihren großen Höhepunkt zu.

&gt;&gt;Die Vermischung von Politik und Leben, das Amalgam aus Erfindung und eigener Biographie, das sich bis in Romane wie den wohl populärsten, “Tante Julia und der Lohnschreiber”, verfolgen läßt, … “Die Literatur muß sich mit der Zeitgeschichte beschäftigen, sie darf sich nicht von der erlebten Gegenwart abwenden.” (Der Tagesspiegel 1998)&lt;&lt;

Für mich ist dieses Buch ein sehr gesellschaftskritisches Werk, und meinen Humor traf es damit nicht wirklich. Diese feinen Spitzen fühlte ich tiefer, als die „witzigen“ Übertreibungen und reißerischen Aneinanderreihungen. Doch das hat dem Buch keinen Abbruch getan, letztendlich war es genauso rund bei mir und hat mir gefallen.

Jorge Mario Pedro Vargas Llosa (* 28. März 1936 in Arequipa, Peru) ist ein spanisch-peruanischer Schriftsteller und Politiker. Er ist einer der führenden lateinamerikanischen Romanciers und Essayisten. Vargas Llosa bezeichnete sich im Jahr 2001 als liberalen Demokraten. Im Dezember 2010 wird er mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt. (wiki)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein buntes Treiben!</p>
<p>Eine 32- jährige, attraktive und geschiedene Frau aus Bolivien stürzt sich in die feine Gesellschaft von Lima, zu ihrer Familie, um sich neu zu verheiraten, und ausgerechnet ihrem Neffen verdreht diese Schöne die Augen. Der 18 jährige Student verliebt sich leidenschaftlich und naiv in seine Tante Julia. Er möchte gerne Schriftsteller werden, doch um der Anerkennung der Familie willen studiert er Jura und nebenbei arbeitet er in einem Radiosender.</p>
<p>Im Sender genießt der soeben neue Hörspielautor großen Erfolg, er schreibt reißerische Geschichten, die eine große Hörerschaft fasziniert und die Einschaltquoten unübertreffbar ansteigen lässt.</p>
<p>Zwei Ebenen, zwei Varianten, die dem Leser zeigen wie man Geschichten transportieren kann. Dabei ist die eine Ebene voller Pathos, Gefühle und mit einem großen Hang zum Kitsch, die aber aufgrund der autobiographischen Bezüge und der gesellschaftlicher Auseinandersetzung immer doch am Leben orientiert ist. Während die andere Ebene sensationsgeil, übertrieben, boulevardmäßig aufgemotzt ist. Aber immer wieder findet man dort tiefe Spitzen, die in der Wucht auch mittels Verdrängung, schnell untergehen können. Beide Ebenen streben auf ihren großen Höhepunkt zu.</p>
<p>>>Die Vermischung von Politik und Leben, das Amalgam aus Erfindung und eigener Biographie, das sich bis in Romane wie den wohl populärsten, “Tante Julia und der Lohnschreiber”, verfolgen läßt, … “Die Literatur muß sich mit der Zeitgeschichte beschäftigen, sie darf sich nicht von der erlebten Gegenwart abwenden.” (Der Tagesspiegel 1998)<<</p>
<p>Für mich ist dieses Buch ein sehr gesellschaftskritisches Werk, und meinen Humor traf es damit nicht wirklich. Diese feinen Spitzen fühlte ich tiefer, als die „witzigen“ Übertreibungen und reißerischen Aneinanderreihungen. Doch das hat dem Buch keinen Abbruch getan, letztendlich war es genauso rund bei mir und hat mir gefallen.</p>
<p>Jorge Mario Pedro Vargas Llosa (* 28. März 1936 in Arequipa, Peru) ist ein spanisch-peruanischer Schriftsteller und Politiker. Er ist einer der führenden lateinamerikanischen Romanciers und Essayisten. Vargas Llosa bezeichnete sich im Jahr 2001 als liberalen Demokraten. Im Dezember 2010 wird er mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt. (wiki)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Hinton, Nigel - Im Herzen des Tals von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/09/04/hinton-nigel-im-herzen-des-tals/#comment-816</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 11:00:43 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/09/04/hinton-nigel-im-herzen-des-tals/#comment-816</guid>
		<description>Wunderbar einfühlsam und poetisch!

In einem idyllischen Tal in England leben eine Hand voll Menschen, naturverbunden und in guter Nachbarschaft. Von jenen erzählt Hinton, aber im Vordergrund des Buches steht ein Braunellenweibchen. Die Geschichte beginnt im bitter kalten Januar, die Braunelle ist erst ein halber Jahr alt und hat noch keinen Winter miterlebt. Der Frost und die Schneeperiode kommen so plötzlich über das Tal, dass es für Mensch und Tier eine große Herausforderung wird. Letztendlich kann sich das Weibchen nur dadurch retten, dass es ihre Scheu verliert und mit einem Braunellenmännchen in einer Scheune überwintert, wo sie vor der Kälte und dem Hungertod geschützt sind. Im Frühjahr beginnt ihre zarte Romance und sie bauen ein Nest …

Wunderbar leicht und poetisch schildert der Autor ein Jahr dieser Braunelle. Ohne Pathos erzählt er auch die tragischsten Naturereignisse, die der Leser in dieser Weise relativ gut ertragen kann. Man erhält einen Einblick in das Leben in freier Natur, als Vogel, als Insekt, als Tier, im Umgang oder Verhalten miteinander; „Fressen und gefressen werden“. Die Grausamkeit in dieser kleinen Welt, hat mir oft den Atem verschlagen. Das egoistische Verhalten des Menschen liegt doch in den Dingen der Natur?

Alleine für diesen Gedankengang, der mich während der Lektüre beschäftigte, lohnt sich dieses Buch!
Ich persönlich fand die Sprache ausgesprochen schön, und die Idee aus der Sichtweise eines Vogels zu schildern, machen diese Erzählung zu etwas Besonderem!

Nigel Hinton, 1941 in London geboren, arbeitete in der Werbung und als Lehrer, bevor er mit 33 Jahren sein erstes Buch schrieb. Mit seiner „Buddy“-Trilogie wurde er zum international bekannten Jugendbuchautor.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wunderbar einfühlsam und poetisch!</p>
<p>In einem idyllischen Tal in England leben eine Hand voll Menschen, naturverbunden und in guter Nachbarschaft. Von jenen erzählt Hinton, aber im Vordergrund des Buches steht ein Braunellenweibchen. Die Geschichte beginnt im bitter kalten Januar, die Braunelle ist erst ein halber Jahr alt und hat noch keinen Winter miterlebt. Der Frost und die Schneeperiode kommen so plötzlich über das Tal, dass es für Mensch und Tier eine große Herausforderung wird. Letztendlich kann sich das Weibchen nur dadurch retten, dass es ihre Scheu verliert und mit einem Braunellenmännchen in einer Scheune überwintert, wo sie vor der Kälte und dem Hungertod geschützt sind. Im Frühjahr beginnt ihre zarte Romance und sie bauen ein Nest …</p>
<p>Wunderbar leicht und poetisch schildert der Autor ein Jahr dieser Braunelle. Ohne Pathos erzählt er auch die tragischsten Naturereignisse, die der Leser in dieser Weise relativ gut ertragen kann. Man erhält einen Einblick in das Leben in freier Natur, als Vogel, als Insekt, als Tier, im Umgang oder Verhalten miteinander; „Fressen und gefressen werden“. Die Grausamkeit in dieser kleinen Welt, hat mir oft den Atem verschlagen. Das egoistische Verhalten des Menschen liegt doch in den Dingen der Natur?</p>
<p>Alleine für diesen Gedankengang, der mich während der Lektüre beschäftigte, lohnt sich dieses Buch!<br />
Ich persönlich fand die Sprache ausgesprochen schön, und die Idee aus der Sichtweise eines Vogels zu schildern, machen diese Erzählung zu etwas Besonderem!</p>
<p>Nigel Hinton, 1941 in London geboren, arbeitete in der Werbung und als Lehrer, bevor er mit 33 Jahren sein erstes Buch schrieb. Mit seiner „Buddy“-Trilogie wurde er zum international bekannten Jugendbuchautor.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Muschg, Adolf - Sutters Glück von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2009/04/30/muschg-adolf-sutters-gluck/#comment-815</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 11:00:22 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2009/04/30/muschg-adolf-sutters-gluck/#comment-815</guid>
		<description>Gelegen hat dieses Büchlein schon länger auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher), da mir der Klappentext einen Kriminalroman vorgaukelte &gt;&gt;Sutter … wird Abend für Abend und immer um dieselbe Zeit von einem anonymen Anrufer heimgesucht – und schließlich, bei einem Spaziergang, angeschossen.&lt;&lt; Als ich das Buch zu lesen begann, war ich zunächst sehr positiv überrascht wie tief psychologisch der Autor seine Figuren beschreibt und ihnen eine außergewöhnliche Geschichte einhaucht.
Die Ehe von Sutter und Ruth ist sehr speziell, schon alleine aufgrund Tatbestand, dass Sutter seine krebskranke Frau, die sich nicht behandeln lässt und sich zum Schluss das Leben nimmt, so rührend begleitet ohne sie in irgendeiner Art und Weise zu beeinflussen, und ihren Entschluss akzeptiert, finde ich beachtenswert.
Diese Geschichte hat mich richtig in ihren Bann gezogen und Gedanken wie:

„Ruth wollte nicht wie eine Einheimische sterben, sondern wie eine Wildfremde geliebt werden, dieses Abenteuer verlangte sie von ihm.“
„Man weint nicht aus Trauer, wie man glauben möchte und glauben macht. Man weint immer auch aus Wut, gekränkter Eitelkeit, überströmendem Selbstmitleid.“

Ab dem zweiten Teil verlor sich dieses scharfsinnige Denken, die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konventionen und individuellen Wünschen rutschte dann doch ein einen Kriminalfall ab. Nicht mehr das außergewöhnliche dieser Ehe stand im Mittelpunkt, sondern Sutters pathetische Selbstfindung …

Adolf Muschg, 1934 in Zollikon in der Schweiz geboren, lebt bei Zürich. Sein umfangreiches Œuvre wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Hermann-Hesse-Preis und dem Büchner-Preis.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Gelegen hat dieses Büchlein schon länger auf meinem SuB (Stapel ungelesener Bücher), da mir der Klappentext einen Kriminalroman vorgaukelte >>Sutter … wird Abend für Abend und immer um dieselbe Zeit von einem anonymen Anrufer heimgesucht – und schließlich, bei einem Spaziergang, angeschossen.<< Als ich das Buch zu lesen begann, war ich zunächst sehr positiv überrascht wie tief psychologisch der Autor seine Figuren beschreibt und ihnen eine außergewöhnliche Geschichte einhaucht.<br />
Die Ehe von Sutter und Ruth ist sehr speziell, schon alleine aufgrund Tatbestand, dass Sutter seine krebskranke Frau, die sich nicht behandeln lässt und sich zum Schluss das Leben nimmt, so rührend begleitet ohne sie in irgendeiner Art und Weise zu beeinflussen, und ihren Entschluss akzeptiert, finde ich beachtenswert.<br />
Diese Geschichte hat mich richtig in ihren Bann gezogen und Gedanken wie:</p>
<p>„Ruth wollte nicht wie eine Einheimische sterben, sondern wie eine Wildfremde geliebt werden, dieses Abenteuer verlangte sie von ihm.“<br />
„Man weint nicht aus Trauer, wie man glauben möchte und glauben macht. Man weint immer auch aus Wut, gekränkter Eitelkeit, überströmendem Selbstmitleid.“</p>
<p>Ab dem zweiten Teil verlor sich dieses scharfsinnige Denken, die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konventionen und individuellen Wünschen rutschte dann doch ein einen Kriminalfall ab. Nicht mehr das außergewöhnliche dieser Ehe stand im Mittelpunkt, sondern Sutters pathetische Selbstfindung …</p>
<p>Adolf Muschg, 1934 in Zollikon in der Schweiz geboren, lebt bei Zürich. Sein umfangreiches Œuvre wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Hermann-Hesse-Preis und dem Büchner-Preis.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Murakami, Haruki - Gefährliche Geliebte von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/11/09/murakami-haruki-gefahrliche-geliebte/#comment-814</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 10:59:27 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/11/09/murakami-haruki-gefahrliche-geliebte/#comment-814</guid>
		<description>Ein wunderbar erzähltes Buch!

Hajime wächst als Einzelkind auf. Und Einzelkind zu sein in den 50 er Jahren des letzten Jahrhunderts in Japan ist gleichbedeutend mit Außenseiter. Denn keine bürgerliche „normale“ Familie wünscht sich nur ein Kind, nein zwei oder drei. Ein Kind steht für Eheprobleme, gesundheitliche Störungen oder finanzieller Engpass.
Hajime lernt in der Unterschule Shimamoto kennen, auch sie hat keine Geschwister, und es verhält sich tatsächlich so, dass sie ganz gleich empfinden, denken und wahrnehmen. Doch als Hajime zur Mittelschule wechselt, ziehen seine Eltern um und die Kinder verlieren sich aus den Augen.
Mit sechszehn lernt dann der Protagonist Izumi kennen, seine erste Freundin, die er küsst und berührt, aber auch diese Liebe verläuft sich, er zieht weiter nach Tokio und studiert. Erst mit Dreißig heiratet er, bekommt zwei Töchter und wird „glücklich“ …

Anders als in „Kafka am Strand“, in dem surreale Elemente in der Übertragung tiefe Lebenserfahrungen spiegeln, verhält es sich bei „Gefährliche Geliebte“ scheinbar ohne surreale Elemente.

„Da Erinnerungen und Sinneseindrücke so ungewiß sind, so vielen Einflüssen unterliegen, beziehen wir uns, um uns die Realität von Ereignissen zu beweisen, stets auf eine parallele Realität - … Inwieweit Tatsachen, die wir als solche anerkennen, wirklich so sind, wie sie uns erscheinen, und inwieweit sie nur darum Tatsachen sind, weil wir sie zu solchen erklären, läßt sich unmöglich entscheiden.“

Ein ganz wunderbares Buch. Murakami versteht es zu erzählen, den Leser in seinen Bann zu ziehen, und obwohl nicht viel geschieht für Spannung zu sorgen, sowie unterhaltsame Lesestunden zu schenken. Danke!

Haruki Murakami 1949 in Kioto geboren, lebte über längere Zeit in Europa und in den USA, und heute lebt in einer Vorstadt von Tokio. Schon sein 1982 erschienener Roman „Wilde Schafsjagd“ wurde ein Welterfolg. Er erhielt mehrere Literaturpreise, für „Gefährliche Geliebte“ den bedeutenden Tanizaki-Preis.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ein wunderbar erzähltes Buch!</p>
<p>Hajime wächst als Einzelkind auf. Und Einzelkind zu sein in den 50 er Jahren des letzten Jahrhunderts in Japan ist gleichbedeutend mit Außenseiter. Denn keine bürgerliche „normale“ Familie wünscht sich nur ein Kind, nein zwei oder drei. Ein Kind steht für Eheprobleme, gesundheitliche Störungen oder finanzieller Engpass.<br />
Hajime lernt in der Unterschule Shimamoto kennen, auch sie hat keine Geschwister, und es verhält sich tatsächlich so, dass sie ganz gleich empfinden, denken und wahrnehmen. Doch als Hajime zur Mittelschule wechselt, ziehen seine Eltern um und die Kinder verlieren sich aus den Augen.<br />
Mit sechszehn lernt dann der Protagonist Izumi kennen, seine erste Freundin, die er küsst und berührt, aber auch diese Liebe verläuft sich, er zieht weiter nach Tokio und studiert. Erst mit Dreißig heiratet er, bekommt zwei Töchter und wird „glücklich“ …</p>
<p>Anders als in „Kafka am Strand“, in dem surreale Elemente in der Übertragung tiefe Lebenserfahrungen spiegeln, verhält es sich bei „Gefährliche Geliebte“ scheinbar ohne surreale Elemente.</p>
<p>„Da Erinnerungen und Sinneseindrücke so ungewiß sind, so vielen Einflüssen unterliegen, beziehen wir uns, um uns die Realität von Ereignissen zu beweisen, stets auf eine parallele Realität - … Inwieweit Tatsachen, die wir als solche anerkennen, wirklich so sind, wie sie uns erscheinen, und inwieweit sie nur darum Tatsachen sind, weil wir sie zu solchen erklären, läßt sich unmöglich entscheiden.“</p>
<p>Ein ganz wunderbares Buch. Murakami versteht es zu erzählen, den Leser in seinen Bann zu ziehen, und obwohl nicht viel geschieht für Spannung zu sorgen, sowie unterhaltsame Lesestunden zu schenken. Danke!</p>
<p>Haruki Murakami 1949 in Kioto geboren, lebte über längere Zeit in Europa und in den USA, und heute lebt in einer Vorstadt von Tokio. Schon sein 1982 erschienener Roman „Wilde Schafsjagd“ wurde ein Welterfolg. Er erhielt mehrere Literaturpreise, für „Gefährliche Geliebte“ den bedeutenden Tanizaki-Preis.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Banville, John - Die See von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/11/11/banville-john-die-see/#comment-813</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Sun, 09 Jan 2011 10:58:55 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/11/11/banville-john-die-see/#comment-813</guid>
		<description>Den Kunsthistoriker Max Morden zieht es zurück an den Ort seiner Kindheit. Er hat jüngst seine Frau verloren, und flüchtet an die See, zu einem Leben außerhalb seiner Ehe. Der Autor berichtet von Erinnerungen, die nicht zur momentanen Situation zu passen scheinen, erst ganz zum Schluss lichtet sich da ein Geheimnis. Schon allein daran erkennt man die Zerrissenheit des Protagonisten, die sprachlich auch sehr gut herausgearbeitet wird.

Und dennoch! Das Buch wird überall gelobt und angepriesen, der Autor beherrscht auch sein Metier, aber mich hat das Geschwafel um den heißen Brei herum genervt. Dieser Bewusstseinsstrom eines Egomanen hat mich nie in seinen Bann gezogen, alle Klischees dieser Persönlichkeit besitzt Max Morden, aber eins darf man dabei nicht erwarten, dass er dem Leser den Umgang mit seiner Frau und ihrem Tod, generell seine Gefühle näher bringt. Was der Klappentext so großartig verspricht, wird nicht gehalten. Die andere Geschichte, von der berichtet wird, hat mich aus diesem Grund nie interessiert und somit auch nicht erreicht.

So fällt mein Fazit zu diesem Buch folgendermaßen aus: Künstlerisch gelungen, emotional lag es nicht auf meiner Bahn.

John Banville, 1945 geboren, gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Irlands. Sein umfangreiches literarisches Werk wurde mehrfach, auch international, ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Dublin.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Den Kunsthistoriker Max Morden zieht es zurück an den Ort seiner Kindheit. Er hat jüngst seine Frau verloren, und flüchtet an die See, zu einem Leben außerhalb seiner Ehe. Der Autor berichtet von Erinnerungen, die nicht zur momentanen Situation zu passen scheinen, erst ganz zum Schluss lichtet sich da ein Geheimnis. Schon allein daran erkennt man die Zerrissenheit des Protagonisten, die sprachlich auch sehr gut herausgearbeitet wird.</p>
<p>Und dennoch! Das Buch wird überall gelobt und angepriesen, der Autor beherrscht auch sein Metier, aber mich hat das Geschwafel um den heißen Brei herum genervt. Dieser Bewusstseinsstrom eines Egomanen hat mich nie in seinen Bann gezogen, alle Klischees dieser Persönlichkeit besitzt Max Morden, aber eins darf man dabei nicht erwarten, dass er dem Leser den Umgang mit seiner Frau und ihrem Tod, generell seine Gefühle näher bringt. Was der Klappentext so großartig verspricht, wird nicht gehalten. Die andere Geschichte, von der berichtet wird, hat mich aus diesem Grund nie interessiert und somit auch nicht erreicht.</p>
<p>So fällt mein Fazit zu diesem Buch folgendermaßen aus: Künstlerisch gelungen, emotional lag es nicht auf meiner Bahn.</p>
<p>John Banville, 1945 geboren, gehört zu den bedeutendsten zeitgenössischen Autoren Irlands. Sein umfangreiches literarisches Werk wurde mehrfach, auch international, ausgezeichnet. Er lebt und arbeitet in Dublin.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Céline, Louis-Ferdinand - Reise ans Ende der Nacht von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/08/07/celine-louis-ferdinand-reise-ans-ende-der-nacht/#comment-736</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 19:39:28 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/08/07/celine-louis-ferdinand-reise-ans-ende-der-nacht/#comment-736</guid>
		<description>Ne, war nicht so mein Ding :roll:</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ne, war nicht so mein Ding <img src='http://regal.xn--krmel-lva.com/wp-includes/images/smilies/icon_rolleyes.gif' alt=':roll:' class='wp-smiley' /></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Blixen, Tania - Babettes Fest von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2008/10/16/blixen-tania-babettes-fest/#comment-722</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 19:02:49 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2008/10/16/blixen-tania-babettes-fest/#comment-722</guid>
		<description>19. Jh. in Norwegen
In dem kleinen Städtchen Berlevaag, einem Fjord, lebt eine puritanische Prediger Familie. Die Mutter ist früh verstorben, der Vater, der Propst, lebt mit seinen zwei wunderschönen und frommen Töchtern zusammen. Beide haben in jungen Jahren einen Verehrer, aber beide Töchter wählen das enthaltsame Leben wie es ihr Vater ihnen vorlebt, und dessen Vermächtnis sie fortführen möchten.
Eines Tages klingelt an ihrer Türe Babette, die um die Aufnahme in ihrem Haushalt bettelt, da sie in Frankreich verfolgt wird, ihren Mann sowie Sohn verloren hat, und nun nach einem Unterschlupf sucht.
Die zwei Frauen nehmen Babette auf, und diese arbeitet 12 Jahre in deren Haushalt als Köchin, sehr spartanisch und genügsam.
Bis dann der Tag X kommt, und Babette ein großes Festessen ausrichtet.
Diese kleine Novelle ist eine Hymne auf die Kunst, und wie die Kunst die Herzen der Menschen erreicht, und diese verwandelt.
Ferner ist sie ein Zeugnis der Treue, denn wie kann ein Mensch mit einen solch erleideten Verlust, dennoch an diese Menschen hängen?
Sprachlich ist es wieder ein Genuss Blixen zu lesen, denn sie trägt den Leser in andere Welten: nach Afrika in “Afrika dunkel lockende Welt” und “Die unsterbliche Geschichte” á la “1001 Nacht”.
Diese Lektüre ist sehr gut für eine gemeinsame Lesenacht geeignet!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>19. Jh. in Norwegen<br />
In dem kleinen Städtchen Berlevaag, einem Fjord, lebt eine puritanische Prediger Familie. Die Mutter ist früh verstorben, der Vater, der Propst, lebt mit seinen zwei wunderschönen und frommen Töchtern zusammen. Beide haben in jungen Jahren einen Verehrer, aber beide Töchter wählen das enthaltsame Leben wie es ihr Vater ihnen vorlebt, und dessen Vermächtnis sie fortführen möchten.<br />
Eines Tages klingelt an ihrer Türe Babette, die um die Aufnahme in ihrem Haushalt bettelt, da sie in Frankreich verfolgt wird, ihren Mann sowie Sohn verloren hat, und nun nach einem Unterschlupf sucht.<br />
Die zwei Frauen nehmen Babette auf, und diese arbeitet 12 Jahre in deren Haushalt als Köchin, sehr spartanisch und genügsam.<br />
Bis dann der Tag X kommt, und Babette ein großes Festessen ausrichtet.<br />
Diese kleine Novelle ist eine Hymne auf die Kunst, und wie die Kunst die Herzen der Menschen erreicht, und diese verwandelt.<br />
Ferner ist sie ein Zeugnis der Treue, denn wie kann ein Mensch mit einen solch erleideten Verlust, dennoch an diese Menschen hängen?<br />
Sprachlich ist es wieder ein Genuss Blixen zu lesen, denn sie trägt den Leser in andere Welten: nach Afrika in “Afrika dunkel lockende Welt” und “Die unsterbliche Geschichte” á la “1001 Nacht”.<br />
Diese Lektüre ist sehr gut für eine gemeinsame Lesenacht geeignet!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Dirks, Liane - Falsche Himmel von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2008/05/17/dirks-liane-falsche-himmel/#comment-721</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 18:54:00 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2008/05/17/dirks-liane-falsche-himmel/#comment-721</guid>
		<description>nteressante Spekulation was werden könnte.

&gt;Sonntag, 10. August, Uhrzeit: 21.40, Temperatur: 37 Grad, Ozonwert: 360, Zustand des Himmels: klar&lt; So beginnt diese Erzählung und danach werden einige skurrile Gedanken niedergeschrieben. Das Tagebuch wird von einer Frau verfasst, die mit ihrer Tochter in einem 18 stöckigen Hochhaus wohnt, an dem Fassadenkletterer hinauf kraxeln um sich dann wieder hinab zu stürzen. Sie isst die sauer eingelegten Gurken ihrer Mutter und weiß, wenn sie die letzte Seite beschrieben hat, muss sie die Stadt verlassen.

&gt;Der Mensch ist der Motor, erstellt den Grundzustand immer wieder her, das Chaos. Allerdings ein anderes Chaos als das Urchaos, das ja wohl eher eine Suppe war. Flüssig. Das Chaos des Menschen stimmt mit dem des Universums nicht überein. Der Mensch hofft es, aber es ist nicht so.&lt;

Ganz langsam entschlüsselt sich diese Erzählung, und der Leser erfasst, worauf die Autorin hinaus möchte. Der Mensch ist die Ursache des Chaos und erzeugt „falsche Himmel“. Eine außergewöhnliche Erzählung, die vielleicht tief in die Zukunft blickt.

Liane Dirks ist 1955 geboren und arbeitet seit 1985 als freie Schriftstellerin. Sie pendelt und lebt zwischen Köln und Berlin. Weitere Titel, die von ihr erschienen sind: „Vier Arten meinen Vater zu beerdigen“, „Narren des Glücks“ und „Krystyna“.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>nteressante Spekulation was werden könnte.</p>
<p>>Sonntag, 10. August, Uhrzeit: 21.40, Temperatur: 37 Grad, Ozonwert: 360, Zustand des Himmels: klar< So beginnt diese Erzählung und danach werden einige skurrile Gedanken niedergeschrieben. Das Tagebuch wird von einer Frau verfasst, die mit ihrer Tochter in einem 18 stöckigen Hochhaus wohnt, an dem Fassadenkletterer hinauf kraxeln um sich dann wieder hinab zu stürzen. Sie isst die sauer eingelegten Gurken ihrer Mutter und weiß, wenn sie die letzte Seite beschrieben hat, muss sie die Stadt verlassen.</p>
<p>>Der Mensch ist der Motor, erstellt den Grundzustand immer wieder her, das Chaos. Allerdings ein anderes Chaos als das Urchaos, das ja wohl eher eine Suppe war. Flüssig. Das Chaos des Menschen stimmt mit dem des Universums nicht überein. Der Mensch hofft es, aber es ist nicht so.<</p>
<p>Ganz langsam entschlüsselt sich diese Erzählung, und der Leser erfasst, worauf die Autorin hinaus möchte. Der Mensch ist die Ursache des Chaos und erzeugt „falsche Himmel“. Eine außergewöhnliche Erzählung, die vielleicht tief in die Zukunft blickt.</p>
<p>Liane Dirks ist 1955 geboren und arbeitet seit 1985 als freie Schriftstellerin. Sie pendelt und lebt zwischen Köln und Berlin. Weitere Titel, die von ihr erschienen sind: „Vier Arten meinen Vater zu beerdigen“, „Narren des Glücks“ und „Krystyna“.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Eugenides, Jeffrey - Die Selbstmord-Schwestern von Krümel</title>
		<link>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/03/26/eugenides-jeffrey-die-selbstmord-schwestern/#comment-720</link>
		<author>Krümel</author>
		<pubDate>Fri, 27 Aug 2010 18:53:34 +0000</pubDate>
		<guid>http://regal.xn--krmel-lva.com/2010/03/26/eugenides-jeffrey-die-selbstmord-schwestern/#comment-720</guid>
		<description>250 Seiten zog sich bei mir der Magen zusammen!

Was bei diesem Roman direkt auffällt, ist diese seltsame Perspektive aus der er erzählt wird. Da sind ein paar Jungs, die in diese Schwestern verliebt waren, und erzählen nun diese Tragik der Selbstmordreihe in Rückblenden. Da dieses Wir die Mädchen nie wirklich erfasst und kennen gelernt hat, kommt das wirkliche Innenleben der Schwestern nirgends zum Tragen, alle Umstände die dazu führen bleiben in Schwebe, die Handlung ist nicht greifbar.

Diese Erzählperspektive, gekoppelt mit diesem atemlosen, fassungslosen Stil der Sprache, piesackt den Leser 250 Seiten lang. Und ich fände diese Atmosphäre großartig, wenn ich die Handlung als glaubwürdig empfunden hätte. Aber dass nach dem ersten Selbstmordversuch, Cecilia wieder nach Hause kommt/darf und sie sich innerhalb kürzester Zeit dann doch umbringt, dass da nichts geschieht, auch als die Mädchen nicht mehr zur Schule gehen, und dass sich alle Schwestern im Finalen-Akt umbringen, nein Mary noch eine zweite Chance erhält, all das finde ich sagenhaft übertrieben und unrealistisch.

Was möchte der Autor mit diesem unwirklichen Gerüst erreichen? Gesellschaftskritik? Mag sein, dass das so für Amerika gilt, dass man so weit überziehen muss um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Mag sein, dass man heute in der schnelllebigen Zeit so agieren muss.
Die Probleme der pubertierenden Mädchen, in der Zeit ihrer Revolte gegen den Tyrann, kommen meilenweit zu kurz, sie bleiben lediglich eine graue Masse. Und so bleibt für mich in Verbindung mit diesem Roman eine Leere zurück, die ich äußerst selten habe beim Lesen.

Jeffrey Eugenides wurde 1960 in Detroit, Michigan, geboren und lebt heute mit Frau und Tochter in Berlin. Dies ist sein Debüt, welches 1993 erstmals erschien. 2003veröffentlichte der Autor seinen Roman „Middlesex“, auf Deutsch gibt es noch einen Erzählband „Air Mail“.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>250 Seiten zog sich bei mir der Magen zusammen!</p>
<p>Was bei diesem Roman direkt auffällt, ist diese seltsame Perspektive aus der er erzählt wird. Da sind ein paar Jungs, die in diese Schwestern verliebt waren, und erzählen nun diese Tragik der Selbstmordreihe in Rückblenden. Da dieses Wir die Mädchen nie wirklich erfasst und kennen gelernt hat, kommt das wirkliche Innenleben der Schwestern nirgends zum Tragen, alle Umstände die dazu führen bleiben in Schwebe, die Handlung ist nicht greifbar.</p>
<p>Diese Erzählperspektive, gekoppelt mit diesem atemlosen, fassungslosen Stil der Sprache, piesackt den Leser 250 Seiten lang. Und ich fände diese Atmosphäre großartig, wenn ich die Handlung als glaubwürdig empfunden hätte. Aber dass nach dem ersten Selbstmordversuch, Cecilia wieder nach Hause kommt/darf und sie sich innerhalb kürzester Zeit dann doch umbringt, dass da nichts geschieht, auch als die Mädchen nicht mehr zur Schule gehen, und dass sich alle Schwestern im Finalen-Akt umbringen, nein Mary noch eine zweite Chance erhält, all das finde ich sagenhaft übertrieben und unrealistisch.</p>
<p>Was möchte der Autor mit diesem unwirklichen Gerüst erreichen? Gesellschaftskritik? Mag sein, dass das so für Amerika gilt, dass man so weit überziehen muss um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Mag sein, dass man heute in der schnelllebigen Zeit so agieren muss.<br />
Die Probleme der pubertierenden Mädchen, in der Zeit ihrer Revolte gegen den Tyrann, kommen meilenweit zu kurz, sie bleiben lediglich eine graue Masse. Und so bleibt für mich in Verbindung mit diesem Roman eine Leere zurück, die ich äußerst selten habe beim Lesen.</p>
<p>Jeffrey Eugenides wurde 1960 in Detroit, Michigan, geboren und lebt heute mit Frau und Tochter in Berlin. Dies ist sein Debüt, welches 1993 erstmals erschien. 2003veröffentlichte der Autor seinen Roman „Middlesex“, auf Deutsch gibt es noch einen Erzählband „Air Mail“.</p>
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